Banksparplan oder Bausparen?
Veröffentlich am 30.12.2011
Auch beim Duell der beiden Evergreens der Geldanlage gibt es einiges an Detail- und Hintergrundwissen das es vor Abschluss auf jedenfall zu beachten gibt. Im folgenden soll eine kurze Übersicht über einige wichtige Eigenschaften der beiden Produkte dargestellt werden, welche als Entscheidungsgrundlage genommen werden kann. Dazu sei gesagt, sowohl der Banksparplan als auch der Bausparvertrag haben ihre Daseinsberechtigung. Je nach Kunde bietet die eine oder die andere Variante mehr Vorteile.
Der Banksparplan
Beim Banksparplan kann man als Vorteil ganz klar seine einfache Struktur nennen. Der Sparer zahlt in regelmäßigen Abständen auf sein angelegtes Konto ein, bekommt dafür jährlich feste oder je nach Vereinbarung auch steigende Zinsen und am Ende womöglich noch eine Bonuszahlung auf seine Einzahlungen. Mit Ablauf des Vertrages bekommt der Kunde den bereits vorher kalkulierbaren Betrag auf sein Konto. Kosten sind mit Banksparlänen im Normalfall nicht verbunden.
Der Bausparvertrag
Einen deutlichen Mehrwert im Vergleich zum Banksparplan kann der Bausparvertrag für künftige Immobilienbesitzer darstellen, denn dieser besteht mitnichten nur aus einer Ansparphase, sondern es kann bei Bedarf im Anschluss ein Darlehen in Anspruch genommen werden. Das besondere an diesem Darlehen ist, neben einem besonders günstigen Sollzins, dass die Konditionen bereits bei Vertragsabschluss fixiert werden, wodurch sich der Kunde z.B. in einer Niedrigzinsphase die günstigen Zinsen für einen späteren Zeitpunkt sichern kann. Vollkommen unabhängig von der künftigen Zinsentwicklung.
Der Bausparvertrag als Alternative zum Banksparplan?
Aber auch für den Sparer ohne den Hintergedanken Immobilienbesitz zu erwerben kann sich ein Bausparvertrag als ertragreiche Alternative zum Banksparplan erweisen, denn zusätzlich zur Verzinsung des Vertrages fördert der Staat Zahlungen auf einen Bausparvertrag unter bestimmten Vorraussetzungen. Diese Förderungen werden in Form der Arbeitnehmersparzulage (Vermögenswirksame Leistungen) und der Wohnungsbauprämie gewährt. Wer unter den Einkommensgrenzen von 17900€ (VL) bzw. 35800€ (WOP) zu versteuerndes Jahreseinkommen liegt, erhält eine satte Förderung von bis zu 88€ bei einer Einzahlung von 980€ pro Jahr. Allerdings kommen beim Bausparvertrag auf den Sparer meistens höhere Kosten in Form von Abschlussgebühr und Kontoführungsgebühr hinzu.
Welcher Vertrag lohnenswerter ist, hängt also tatsächlich vom Einzelfall ab und nicht immer ist die im ersten Moment besser erscheindende Alternative auch wirklich die rentablere.
Basti -
21. Januar 2012
Der Bausparvertrag ist mir in jedem Fall lieber. Aber ich kann mir vorstellen, dass ich in einer anderen Lebenslage auch zum Banksparplan tendieren könnte.
Gerade wenn man jung ist fährt man mit Bausparen + Festgeld wohl am günstigsten…
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